Kennzahlen geben in kompakter Form Auskunft darüber, wo Stärken und Risiken liegen, zeigen Schwachstellen und Tendenzen auf und geben einen Überblick über die momentane Situation...
Die allgemein bekannte Bilanzkennzahl "DSO" wird heute von den meisten EDV-Systemen standardmäßig berechnet. Wenn Sie jedoch z.B. die Zinskosten für Ihre Forderungen nach Produkt, Debitor und Ort analysieren wollen oder ermitteln möchten, welche Zinskosten ein Kunde mit mehreren Teilzahlungen wirklich verursacht hat, kommen Sie heute mit der klassischen Kennzahl "DSO" nicht weiter.
Dazu ein kurzer Ausschnitt aus der freien Online Enzyklopädie Wikipedia: Days Sales Outstanding (DSO) gibt als Mittelwert die Anzahl von Tagen an, die vom Zeitpunkt der Rechnungsstellung (= Rechnungsdatum) bis zum Zahlungseingang auf dem Bankkonto bzw. in der Kasse des Lieferanten vergehen. Die deutsche Übersetzung von DSO lautet Umschlagsdauer der Forderungen bzw. Verbindlichkeiten.
Wenn wir "Days Sales Outstanding" wörtlich übersetzen und auf der Ebene der einzelnen Rechnung betrachten so ergibt sich folgende Formel für die "Außenstandstage" einer einzelnen Rechnung: Zahlungsdatum - Rechnungsdatum = Außenstand in Tagen.
Um die Außenstandstage als Kennzahl zu nutzen, könnte man nun den Durchschnittswert der Außenstandstage aller Rechnungen bilden. Dies ist jedoch nur dann eine zuverlässige Kennzahl, wenn alle Rechnungen die gleiche Rechnungshöhe haben und alle mit einer Zahlung beglichen worden sind.
Die REAL-DSO ist zum einen eine exakte Möglichkeit, die DSO eines Unternehmens zu messen. Sie optimiert die bisherige DSO-Formel und liefert in 100% der Fälle, also auch bei zyklischem Geschäft oder bei einer Einzelfallbetrachtung, zuverlässige Ergebnisse.
