
Der Wert 100 bildet die Gesamtheit der deutschen Unternehmen ab, die am 31. Dezember 2010 Gefahr liefen, in den darauffolgenden 12 Monaten auszufallen. Die Entwicklung zeigt, dass der Umfang dieser Gruppe kleiner wird. Stand November werden 6,4 Prozent weniger Unternehmen ausfallen als noch Ende 2010 errechnet. Das bedeutet, den Unternehmen in Deutschland geht es in puncto Ausfallrisiko aktuell besser, als zum Jahreswechsel.
Der Deutschland-Index lag im Januar 2012 wie im Vormonat bei 91,9 Prozent, und damit weiterhin deutlich besser als im Gesamtverlauf des vergangenen Jahres. Im Jahresvergleich ist somit die prognostizierte Ausfallrate für deutsche Unternehmen deutlich gesunken. Konkret heißt das: Stand Januar 2012 verzeichnet Hoppenstedt360 einen Rückgang der Ausfallrate deutscher Unternehmen um 8,1 Prozentpunkte, bezogen auf den Referenzwert 100 am Ende des Jahres 2010. Den Schwung aus dem Jahr 2011 – mit 3 Prozent Wirtschaftswachstum – nehmen die Unternehmen mit in das laufende Jahr. Das Risiko für die Unternehmen, binnen der folgenden zwölf Monate auszufallen, ist damit ist damit deutlich geringer als noch vor einem Jahr.
Wachstum verhindert Ausfälle
Diese Aussichten unterstreichen auch die Erwartung für das Wachstum der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr. Deutschland wird absehbar weniger wachsen als noch im Januar prognostiziert. „Doch mit 0,4 Prozent Wirtschaftswachstum und einer soliden Basis aus starker Binnennachfrage und wettbewerbsfähiger Exportwirtschaft müssen sich die Unternehmer keine Sorgen über ein Ansteigen von Unternehmensausfällen machen. Vor allem die gleichbleibend hohe Nachfrage aus Asien und Teilen Südamerikas nach deutschen Erzeugnissen kompensiert den Exportrückgang in Europa“, so die beruhigende Einschätzung Zubereks. „Ebenso ist derzeit nicht damit zu rechnen, dass sich die Krise der Schuldenstaaten in der Eurozone sowie die damit verbundenen Unwägbarkeiten an den Finanzmärkten so negativ auswirken werden wie Ende 2011 noch erwartet.“
Der Deutschland-Index
Hoppenstedt360 errechnet und liefert für nahezu jedes der 4,7 Millionen deutschen Unternehmen einen Bonitätsindex. Der Bonitätsindex drückt die Ausfallwahrscheinlichkeit aus, d.h. ob ein Unternehmen innerhalb der nächsten 12 Monate entweder insolvent wird oder seine Geschäftstätigkeit einstellt, ohne alle Gläubiger bezahlt zu haben. Der Deutschland-Index bündelt die Ausfallwahrscheinlichkeiten aller deutschen Unternehmen in einer Zahl und gibt damit Auskunft über die Entwicklung der Unternehmen sowie der Wirtschaft. Referenzgröße ist der Wert 100, der die erwarteten Ausfälle für das Jahr 2011 am 31. Dezember 2010 darstellt. Der Index basiert damit im Vergleich zu vielen anderen Konjunkturzahlen nicht auf Befragungen, sondern auf mathematisch-statistischen Analysen und Berechnungen.
Der Deutschland-Index ist Teil der Analyse-Reihe „Wir vermessen Deutschland – deutsche Unternehmen im Überblick“ der Hoppenstedt360 GmbH. Ziel der Reihe ist, Konsistenz und Beschaffenheit der deutschen Unternehmenslandschaft auf Grundlage objektiver Kriterien darzustellen und kontinuierlich zu überprüfen.








