Berlin, 3. September 2012 – Höhere Verzugszinsen, Zahlungsziele von maximal 60 Tagen für Unternehmen und 30 Tagen für die öffentliche Hand sowie eine Mindestpauschale von 40 Euro als Verzugsschaden – dies sind die Kernbestimmungen eines „Gesetzes zur Bekämpfung von Zahlungsverzug vom Geschäftsverkehr“, das die Bundesregierung jetzt dem Parlament vorgelegt hat. Es soll spätestens ab März 2013 gelten.
Berlin, 12. Juli 2012 – Die Debatte um das vom Bundestag verabschiedete Melderecht wirft Fragen auf: Warum nutzen Inkassounternehmen Meldedaten? Welche Daten nutzen sie genau? Und warum macht ein Einwilligungsvorbehalt bei einfachen Melderegisterauskünften für Gläubiger keinen Sinn? Dieser Artikel liefert Antworten auf die häufigsten Fragen.
Berlin, 18. Juli 2012 – Als Vertreter von mehr als 500.000 Gläubigern aller Branchen lehnt der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU) eine kürzere Wohlverhaltensperiode im Verbraucherinsolvenzverfahren ab. „Gläubiger müssten auf berechtigte Forderungen verzichten“, so BDIU-Präsident Wolfgang Spitz. „Das gefährdet Arbeitsplätze und die finanzielle Sicherheit von Unternehmen.“ Heute Vormittag hat das Bundeskabinett einen seit längerem geplanten Gesetzentwurf zur Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens für private Schuldner beschlossen.
Schlimm genug, wenn der Schuldenberg wächst, weil man vielleicht gerade den Job verloren hat oder schwer erkrankt ist. Künftig drohen säumigen Schuldnern auch noch höhere Kosten für die Eintreibung der nicht bezahlten Rechnungen: Kommt es zur Zwangsvollstreckung, so sieht es ein aktueller Gesetzentwurf vor, soll allein der Besuch des Gerichtsvollziehers um rund ein Viertel teurer werden. Umso wichtiger wird bei Zahlungsrückständen die frühzeitige Kontaktaufnahme zum beauftragten Inkassobüro, betont Achim Speldrich, Leiter des Geschäftsbereiches Forderungsmanagement der LEGIAL AG: “Wer Bereitschaft zeigt, die offene Rechnung etwa in mehreren Raten zu bezahlen, kann hier oft mit Entgegenkommen rechnen - und zusätzliche, hohe Gerichts- und Gerichtsvollzieher-Gebühren vermeiden.”
Das Bundesjustizministerium plant eine umfassende Regulierung des vorgerichtlichen Inkassos durch Rechtsanwälte und Inkassounternehmen. Dabei steht vor allem die vom BDIU seit langem geforderte schärfere Aufsicht für Inkassodienstleister, eine umfassende Informationspflicht sowie die Deckelung der Inkassokosten im Mittelpunkt.
von RiOLG Frank-Michael Goebel, Koblenz
Am 12.3.12 hat das BMJ einen Entwurf für ein „Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken“ an die Bundesländer und betroffenen Verbände zur Anhörung versandt. Das Gesetz greift weit über den Titel hinaus in das gesamte moderne Forderungsmanagement ein und diskriminiert Rechtsanwälte wie Inkassounternehmen in gleicher Weise. Es ist geeignet, der deutschen Wirtschaft erhebliche Mittel zu entziehen und zulasten der ehrlichen Verbraucher zu Preissteigerungen zu führen. Dies gilt insbesondere im Bereich kleiner und mittlerer Forderungen.
Die Anzahl der Insolvenzen in Deutschland ist im Januar 2012 gestiegen. Vor allem die Kfz-Branche und das Baugewerbe sind betroffen.
Die Heidelberger Payment GmbH, kurz: Heidelpay, ein von der BaFin zugelassenes Zahlungsinstitut für alle gängigen Zahlungsverfahren im Internet (www.heidelpay.de), hat Norbert Cora als Executive Director New Markets gewonnen.
Branche trifft sich unter neuem Namen vom 25.-27. September 2012 in Wiesbaden
Am 26. September 2012 öffnen sich die Türen der Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden für den 16. Deutschen Versandhandelskongress. Dieser präsentiert sich interaktiv und ganz auf die Zukunft ausgerichtet als NEOCOM – das Branchenevent für New Commerce. Auf der NEOCOM werden Antworten auf die Herausforderungen des E-Commerce, Multichannel- und klassischen Katalog- Handels gegeben.
Die Zahlungsmoral in Deutschland sinkt, immer mehr Unternehmen versuchen, sich auf Kosten ihrer Geschäftspartner zu finanzieren. Im Extremfall wird das zum Existenz gefährdenden Problem. Hohe ausstehende Forderungen sind häufig der Auslöser für eine Insolvenz. Das Seminar „Wirkungsvolles Mahnen am Telefon“ der Haufe Akademie zeigt, wie Unternehmen ihre Zahlungseingänge effektiv sichern.

